ulbricht
Lesung aus: "Mein liebstes taubes Engelchen"
Norbert Franitzek
Zum ersten Mal wagten wir, zu einer Lesung auf einer Kofo-Veranstaltung einzuladen. Mit ca 70 Besuchern war das Interesse größer als erwartet.
Der Autor Norbert Franitzek las ausgewählte Textstellen aus seinem Buch “Mein liebstes taubes Engelchen”. In der Pause konnte man sein Buch kaufen und signieren lassen. Viele nutzten diese Gelegenheit und die Pause musste verlängert werden…
In der anschließenden Diskussion beantwortete der Autor Fragen zur Entstehung dieses Buches, zu seinen Erfahrungen mit gehörlosen Menschen und allgemein zu den Schwierigkeiten einer schriftstellerischen Tätigkeit.
eine Diskussionsteilnehmerin
Norbert Franitzek signiert ein Buch
Hier ein Bericht über die Diskussion:
Die Veranstaltung dolmetschte wieder das Team von Skarabee (Gebärdensprachdolmetschen), als Schriftdolmetscherin war zum ersten Mal Cornelia Krajewski im Einsatz. Dank an Klaus-Dieter Seiffert und Volker Halfmann für die Bereitstellung der Induktionsanlage.
CODAs – Leben in zwei Welten
Referentin: Magdalena Meisen-Jelas
Gebärdensprachdolmetscherin
Das Thema und die Referentin zogen 200 BesucherInnen an – darunter viele Betroffene: Als gehörlose Eltern oder als hörende Kinder.
Auch schwerhörige Gäste waren wieder zahlreich anwesend.
Mäggie referierte packend mit vielen Beispielen aus ihrem Leben mit ihren gehörlosen Eltern, auf die sie stolz ist. Sie erzählte aber auch von Schwierigkeiten und betonte, wie wichtig der Austausch von CODAs untereinander ist. Sie berichtete über die Anfänge der CODA-Bewegung in Japan und Australien, die Ausbreitung in den USA und seit 2003 auch in Deutschland.
Gehörlosen Eltern gab sie Tipps zur Erziehung ihrer hörenden Kinder.
Hier sind ihre Tipps und Kontaktadressen.
Die Diskussion war sehr spannend. Auf dem Podium standen viele Betroffene – aber auch Fachleute, die Kontakte anbieten konnten.
Moderation: Winny Stenner
DGS-Dolmetschen: Bastienne Rehe, Ramona Kahl
(Skarabee)
Schriftdolmetschen: Gisela Kaul, Cornelia Krajewski
Fotos: Ingo Langner
Albert Einstein und die Spezielle Relativitätstheorie – ein Nachtrag zum Einsteinjahr für Hörgeschädigte
Albert Einstein und die Spezielle Relativitätstheorie – ein Nachtrag zum Einsteinjahr für Hörgeschädigte
Hans-Holger Miebach
Über das große Interesse waren wir erstaunt: ca. 170 überwiegend junge BesucherInnen kamen zum ersten Kofo-Abend in diesem Jahr. Das Einsteinjahr 2005 war erst 11 Tage vorbei und das Thema noch aktuell.
Hans-Holger Miebach berichtete in DGS über das eigenwillige Leben des bekanntesten deutschen Wissenschaftlers, sein gesellschaftliches Engagement und natürlich über die Spezielle Relativitätstheorie. Der Referent schaffte es, die wichtigsten Inhalte in einem einstündigen anschaulichen Powerpoint-Vortrag zu präsentieren und das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
In der anschließenden Diskussion stellten die Teilnehmer viele Fragen zur Theorie .. und folgten damit einem Rat von Albert Einstein:
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.
Moderation: Benedikt Feldmann
DGS-Dolmetschen: Esther Winking, Ramona Kahl (Skarabee)
Schriftdolmetschen: Gisela Kaul, Cornelia Krajewski
Fotos: Ingo Langner
weitere Infos: www.einsteinjahr.de
Häusliche Gewalt – mein Partner schlägt mich – was tun ?
Referentin: Brigitte Niebuhr
(Polizeibeamtin und Opferschutzbeauftragte im Kommissariat Vorbeugung)
Unser erstes Kofo im neuen Jahr fand sofort nach den Weihnachtsferien statt. Wir haben uns gefreut, dass trotz der kurzen Werbezeit zahlreiche Besucher gekommen waren.
Frau Niebuhr hielt einen gut vorbereiteten und lebendigen Vortrag über die neue Gesetzeslage, ihre Erfahrungen als Opferschutzbeauftragte und über die Hilfsangebote in Essen.
Hier eine Zusammenfassung ihres Berichtes und der Diskussion …
… und hier der Flyer “Schutz und Recht nach häuslicher Gewalt” zum Herunterladen.
Hinweis des Kofoteams:
Winny Stenner muss leider vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen die Moderation abgeben. Ihre Aufgabe übernehmen die Kofo-Teammitglieder Ilse Grinz, Benedikt Feldmann und Frank Brüggemann.
alles Gute, Winny 🙂
Happy Birthday, Kofo Essen
Eng wurde es am 8. Dezember 2004 in der Mensa des Internates für Hörgeschädigte. Über 200 BesucherInnen waren der Einladung des Kofo-Teams gefolgt.
Nach einer Begrüßung durch Winny Stenner und Ilse Grinz hielt Uli Hase eine Gastrede zur aktuellen politischen Situation für Hörgeschädigte.
Ulla und Hans Wohler (Lehrer am Berufskolleg) erklärten die Herkunft des Tango-Tanzes und stellten das Tanzpaar vor: Jörg Thomas ist ehemaliger Schüler des rwb (Abitur vor 20 Jahren). Er tanzte mit seiner Frau Brigitte argentinischen Tango.
Benedikt Feldmann und Rafael Grombelka zeigten solo und gemeinsam ausdrucksstarke Gebärdensprachpoesie.
Eine Ausstellung und eine Videopräsentation ermöglichten einen Einblick in die Geschichte des Essener Kofo, für Unterhaltungen bei Getränken und reichhaltigem Imbiss blieb genug Zeit.
Tinnitus und Hörschädigung
Referent: Dr. med. Roland Zeh
Auch dieses Kofo war sehr gut besucht, schwerhörige und gehörlose Gäste waren zahlenmäßig etwa gleich vertreten.
Der Vortrag war ausführlich und interessant. Mit einer Powerpoint-Präsentation wurden die wichtigsten Informationen auf die Leinwand projiziert und Zusammenhänge anschaulich gezeigt.
Viele Gäste bedauerten, dass keine Zeit blieb für eine Diskussion. In der Pause und nach der Veranstaltung konnten aber noch Fragen an den Referenten gestellt werden.
Wer mehr lesen möchte: Hier der ausführliche Bericht im pdf-Format.
Der Islam und die Einheit der Religionen
Referent: Ege Karar
Ein neuer Besucher-Rekord: Ungefähr 180 Gäste kamen zu diesem Kofo-Abend. Das zeigt das große Interesse an diesem Thema. Dieses Mal waren auch sehr viele Jugendliche gekommen.
Nach den Terroranschlägen der letzten Jahre – besonders nach dem 11. September 2001 – gibt es große Vorurteile gegen den Islam. Die Medien zeigen gerne gewalttätige Terroristen und verschleierte Frauen. Viele Menschen denken: Islam bedeutet Terror, Gewalt, Frauenunterdrückung. Die zahlreichen friedliebenden, toleranten und weltoffenen Muslime leiden unter diesen Stereotypen (= falsche, vereinfachte, ungerechte Urteile). Es gibt aber auch terroristische Muslime („Islamisten“), sie haben den Islam nicht verstanden und verstärken dieses falsche Bild.
Ege möchte mit seinem Referat Vorurteile widerlegen, auf die ursprüngliche Bedeutung von „Islam“ hinweisen und für ein friedliches Zusammenleben der Religionsgruppen werben.
Bastienne Rehe dolmetscht für Pfarrer Emler
Winny
Hier ist der ausführliche Bericht (pdf-Format)
Bericht in der DGZ 1/2005
(Bericht in der DGZ 1/2005 mit freundlicher Genehmigung der Redaktion)
Sind Museen offen für Hörgeschädigte ? – Diskussion am Beispiel der Route Industriekultur
Sind Museen offen für Hörgeschädigte ? – Diskussion am Beispiel der Route Industriekultur
ReferentInnen: Christoph Hrubesch, Martina Bergmann, Renate Welter
Wir waren gespannt, wie viele Gäste sich zu diesem Thema einfinden. Es kamen ca 90 BesucherInnen. Auffallend (aber nicht wirklich überraschend): es waren keine Jugendlichen darunter. Oder habe ich jemanden übersehen ? Nur für eine kurze Zeit schauten einige zu, verließen aber dann wieder den Raum. Das wurde auch von Martina Bergmann bedauert.
Von den anwesenden Gästen und den Referenten wurde ein realistisches Bild des Kulturangebotes für Hörgeschädigte gezeichnet und mögliche Wege zur Veränderung aufgezeigt.
Hier gibts mehr zu lesen… (der Bericht als pdf-Dokument)
Ein dickes Dankeschön an die Gebärdensprachdolmetscherinnen von Skarabee und an Gisela Kaul (Schriftdolmetscherin)
Sexuelle Gewalt gegen hörgeschädigte Kinder
Referentin: Dr. Anja Dietzel
Auch dieses Kofo fand wieder vor „vollem Haus“ statt. Mehr als 150 BesucherInnen waren gekommen: Jugendliche, Erwachsene, Gehörlose, Schwerhörige, Hörende – darunter auch KollegInnen von Hörgeschädigtenschulen.
Anja Dietzel schaffte es, das anspruchsvolle Thema für alle Besucher interessant vorzutragen.
Alle waren betroffen von den hohen Opferzahlen und den besonderen Risikofaktoren bei hörgeschädigten Kindern.
Die Referentin zeigte an Beispielen, wie Eltern und Lehrer vorbeugen können.
Hier gibts mehr zu lesen… (der vollständige Bericht als pdf-Dokument)
Danke auch an die Dolmetscherinnen von Skarabee und an Gisela Kaul (Schriftdolmetscherin)